Leistung macht Schule – LemaS an unserer Schule

Besondere Leistungen fördern, Interessen entdecken und eigene Ideen verwirklichen – das stand im Mittelpunkt unseres LemaS-Projekts

LemaS-Gruppe 2025-26

Im Rahmen der Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) erhielten in Schuljahr 2025/26 wieder Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen die Möglichkeit, sich mit einem selbst gewählten Thema intensiv auseinanderzusetzen. Jeweils zwei Kinder aus den 6. Klassen nahmen an dem Projekt teil und arbeiteten dabei im Drehtürmodell.

Das Drehtürmodell ermöglicht es den Teilnehmenden, zeitweise den regulären Unterricht zu verlassen, um an einem eigenen Projekt zu arbeiten. Hierbei geht es nicht um die Bewältigung von zusätzlichem Schulstoff, sondern darum, eigene Interessen und besondere Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Um den dabei verpassten Unterrichtsstoff problemlos nachholen zu können, haben sich die LemaS-Teilnehmenden Lernpaten in ihren Klassen gesucht, die sie mit allen wichtigen Informationen versorgten.

Eigene Fragen, eigene Wege

Zu Beginn standen die Interessen und Fragen der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. Ausgehend von einem selbst gewählten Thema entwickelten sie eigene Fragestellungen und stellten Überlegungen an, wie sie diese bearbeiten und ihre Ergebnisse präsentieren möchten.

In diesem Kontext war vor allem selbstständiges Arbeiten gefragt: Informationen recherchieren, Quellen dokumentieren, Ideen entwickeln, Lösungen finden, Entscheidungen treffen, Ergebnisse überprüfen und immer wieder den eigenen Arbeitsprozess reflektieren.

Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei Erfahrungen sammeln, die im normalen Unterricht manchmal nur begrenzt möglich sind: Die Freiheit, eigene Schwerpunkte zu setzen, verschiedene Wege auszuprobieren und auch einmal einen Umweg zu gehen, wenn eine Idee nicht wie geplant realisiert werden konnte.

Lernen über den Unterricht hinaus

Das LemaS-Projekt zeigt, dass leistungsstarke Schülerinnen und Schüler nicht nur durch zusätzliche Aufgaben gefordert werden können. Ebenso wichtig ist es, ihnen Freiräume für eigenständiges, kreatives und vertieftes Lernen zu gewähren.

Die Arbeit im Projekt erforderte unterschiedliche Kompetenzen: Selbstorganisation, Durchhaltevermögen, Kreativität, Problemlösefähigkeit und die Fähigkeit, die eigenen Arbeitsschritte kritisch zu hinterfragen.

Gleichzeitig lernten die Jugendlichen, Verantwortung für ihr eigenes Projekt zu übernehmen. Die begleitenden Lehrkräfte standen im Verlaufe des Projekts beratend zur Seite, ohne den Teilnehmenden den Lösungsweg vorzugeben.

Mit Begeisterung dabei

Besonders erfreulich war es zu beobachten, mit welchem Engagement und großer Neugier die Schülerinnen und Schüler an ihren Projekten arbeiteten. Die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum mit einer eigenen Fragestellung beschäftigen zu können, eröffnete ihnen neue Perspektiven auf das Lernen.

Am Schulfest präsentierten alle voller Stolz ihre individuellen Ergebnisse und in Verbindung damit auch, was sie erarbeitet und gelernt haben.

LemaS macht deutlich: Leistung braucht nicht nur Herausforderung, sondern auch Raum. Das Drehtürmodell bietet einen solchen Raum und ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, ihren eigenen Interessen nachzugehen, Verantwortung zu übernehmen und ihre besonderen Potenziale zu entfalten.

Wir freuen uns, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern diese Erfahrung ermöglichen konnten, und sind gespannt, welche Ideen und Projekte daraus in Zukunft noch entstehen werden.