Die lange Zeit zwischen schriftlichem und mündlichem Abitur haben die Mitglieder des Leistungskurses Deutsch 2 in diesem Jahr für eine kleine, kreative Projektarbeit benutzt. Unter einem selbst gewählten Schwerpunkt haben sie sich mit der bekannten Figur der Ophelia auseinandergesetzt.
Eine Schülerin erklärt dazu:
„In Shakespeares Bühnenstück „Hamlet“ (1603) tritt Ophelia als tragische Figur auf, die von Liebe, Wahnsinn und letztlich von ihrem eigenen Tod gezeichnet ist. Als Tochter des königlichen Beraters Polonius wird sie zwischen den politischen Intrigen und Hamlets Liebesspiel zerrieben. Dieser wendet sich von ihr nach langer Werbung an und ersticht ihren Vater, weil er ihn irrtümlich für einen Mörder hält. Ophelias psychischer Verfall spiegelt die düstere Atmosphäre des Dramas wider und bietet Raum für tiefgründige und vielfältige Interpretationen.
Uns als Deutsch-Leistungskurs ist die Figur der Ophelia in Eckhart Nickels Roman „Spitzweg“ und bei der Lektüre expressionistischer Lyrik begegnet.
Unsere kreativen Produkte erkunden die Facetten dieser ikonischen Figur, wobei wir versucht haben, ihre Geschichte auf faszinierende Weise zum Leben zu erwecken.“
Eine Begegnung mit der Autorin Berit Glanz
TikTok, Instagram, Facebook, Snapchat, WhatsApp – wer kommuniziert auf welchen der genannten Kanäle? Der Autorin gelang bereits zu Beginn ihres Besuchs am 15. Januar 2023 im Musiksaal des Röka, das Interesse der jungen Zuhörer*innen und ihre Aktivität hinsichtlich eines Dialogs zu wecken.
Begeistert sprach sie von neuen Wegen, sich Literatur zu erschließen: Etwa durch das Betrachten von Moodboards. Hierbei stelle man sich die Frage, welche Bilder etwa zu einem Roman passen und kreiere dann sein individuelles Moodboard, natürlich auch, indem man sich durch die bereits vorhandenen „digitalen Pinnwände“ inspirieren lasse. Aber auch Spotify könne eine Chance bieten, Literatur zu begegnen: Mittels einer Book Playlist überlegen sich Leser*innen, welche Songs zu einem Werk passen, was würde zum Beispiel für Goethes Drama „Faust“ in Frage kommen? Dies waren nur zwei „neue Wege“, die Frau Glanz aufzeigte, um die Präsenz von Texten innerhalb der sozialen Medien hervorzuheben bzw. um auf die Nutzung jener ungeahnten, vielschichtigen Möglichkeiten hinzuweisen.
Ihnen allen unseren herzlichen Glückwunsch für Klassen- bzw. Schulsieg und Julia viel Erfolg in der nächsten Wettbewerbsrunde!
Am 6.11.2023 besuchten die Mitglieder des Leistungskurses Deutsch der MSS11 die Stadtbibliothek. Sie informierten sich über die Gestaltung und Arbeitsweise der Institution sowie mögliche Berufe in diesem Bereich. Aber mit der Leiterin der Jugendabteilung, Frau Kerstin Viehl, diskutierten sie auch Grundsätzliches, nämlich die Frage nach der Bibliothek der Zukunft. Wird es in dieser überhaupt noch Bücher geben? Wird sie zu einem bloßen Begegnungsraum? Die Kursmitglieder jedenfalls waren sich schließlich einig: Ohne Bücher würde der Bibliothek etwas ganz Entscheidendes fehlen - zum Versinken in Traumwelten, als Ruhepol im Alltag und bei der Suche nach gesicherten Informationen.




